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Dirndl-Fieber

Wie alles begann

2023 habe ich überlegt, in was für einem Kleid ich heiraten möchte und mich mehr oder weniger für ein Dirndl entschieden. Ich hatte bis dahin noch nie ein Dirndl an, weswegen ich mit meiner besten Freundin zum so ziemlich einzigen Dirndl-Laden in Berlin gegangen bin. Im Hofbräu-Haus am Alexanderplatz. 

Dort habe ich festgestellt, wie kleidsam Dirndl sind und das Dirndl-Fieber brach aus. An diesem Tag habe ich das Buch zum Dirndl-Nähen bestellt.

Mein erstes Dirndl

Das erste selbstgenähte Dirndl war für einen Mädelsabend mit dem Thema "weiß". Das Kleid habe ich später schwarz gefärbt und dann ganz aussortiert. Der Ausschnitt war mir etwas zu tief, denn zu diesem Schnitt muß man immer eine Bluse tragen. Zu der Zeit habe ich am liebsten Ärmellose Kleidung getragen. 

Die Bluse ist nach dem Abend sofort aussortiert worden, denn die Spitze war extrem kratzig.

Die Schürze habe ich noch, aber ich trage sie wirklich selten.

Dirndl-Core?

Dirndl-Kleider

Nach einigen misslungenen Versuchen, ein schwarzes Baumwolldirndl zu nähen, bin ich auf Leinen gewechselt und hatte endlich Erfolg. Auch habe ich das erste Schnittmuster angepasst und den Ausschnitt etwas höher angesetzt, um später dann doch ein anderes Mieder-Schnittmuster zu nutzen.

Den schwarzen Leinenstoff und den silbernen Jacquard-Stoff habe ich hier erstanden. Das Webband und die karrierten Stoffe sind vor Ort im Self Made Berlin gekauft, ebenso das graue Leinen.

Das mittlere Dirndl habe ich nach dem Photo aussortiert. Obwohl ich den Stoff sehr mag, macht es mich oben rum etwas flach und beim Annähen des Tellerrocks ist in der Front was schief gegangen. Insgesamt habe ich zu diesem Dirndl zu selten gegriffen.

Schürzen

Meine Idee zu Beginn war, möglichst viele Teile miteinander kombinieren zu können. Also nicht für jedes Dirndl eine eigene Schürze und Bluse zu haben, sondern beliebig austauschen zu können. Daher haben alle Dirndl ungefähr die gleiche Länge, damit die Schürzen zu jedem Kleid passen könnten.

Jedoch gibt es einige, die ich meist ohne Schürze trage, wie die beiden karrierten. Auch die beiden schwarzen sind durchaus ohne Schürze zu tragen, am liebsten jedoch mit.

Der Schürzenstoff zum silbernen Dirndl ist von Self Made, alle anderen habe ich bei buttinette erstanden.

Und Blusen?

Zu den Blusen habe ich einen eigenen Beitrag geschrieben und seitdem keine weiteren genäht. 

Auf den Bildern habe ich eine gekaufte Bluse getragen.

Stoffpakete

Im neuen Jahr hatte ich den Plan, endlich lange Dirndl zu nähen, um mich im Winter wärmer zu halten. Außerdem wollte ich neue Farbkombinationen ausprobieren und bin dabei auf die Stoffpakete von Laura und Ben gestoßen.

Ich habe erstmal nur zwei bestellt und die Pakete so gewählt, daß die Stoffmenge lange Röcke und Schürzen ergeben würden. Ich bin mit den Farbzusammenstellungen extrem zufrieden und habe bei dem zweiten Paket sogar erfolgreich versucht, zwei Dirndl herauszubekommen.

Den hellblauen Leinenstoff habe ich wieder bei Self Made erstanden. Die helle Schürze ist für beide hellblauen Dirndl.

Dies ist nicht das Ende

Selbstverständlich kann man jeden Tag ein Dirndl tragen, oder man nutzt das Schnittmuster, um Kleider daraus zu nähen. Zu diesen Kleidern könnte ich sowohl Blusen als auch Schürzen tragen, doch meistens verzichte ich auf die Schürzen. Das grüne Kleid wurde von einem Bild bei Pinterest inspiriert und ich habe eine Trachtenschließe zur Verzierung genutzt. Das schwarze Kleid ist sehr schlicht gehalten, um es mit meinen Gürteln tragen zu können. Beide Kleider haben ein Mieder-Schnittmuster, bei dem ich die Teilungsnähte in Abnäher verwandelt habe, und einen ganzen oder halben Tellerrock. Ich liebe Tellerröcke!

Das "Steampunk"-Kleid ist auf die gleiche Weise entstanden, nur daß es aus zwei Tellerröcken übereinander besteht. Das Band habe ich mit einer Schleife im Rücken geplant, aber die Schleife wie bei einer Schürze zu tragen, gefällt mir auch sehr gut.

Alle Stoffe sind, Überraschung, von Buttinette.

Silvester 2023 habe ich ein grünes Samtkleid genäht, mit langen Ärmeln und A-Linie. Doch hat mir das Oberteil nicht gefallen, also habe ich aus den Resten ein Dirndl-Mieder genäht und den A-Linie-Rock angenäht. Und das langärmlige Oberteil habe ich zu einem Pulli umgenäht, den ich super zu Dirndl tragen kann. Perfekt!

Den Samtstoff habe ich von meinem Mann geschenkt bekommen, daher kann ich nicht sagen, woher er genau ist.

Bestandsaufnahme

Nach dem heutigen Tag kann ich sagen, ich habe sieben selbstgenähte Dirndl und ein gekauftes in meinem Besitz. Das helle karrierte habe ich aussortiert.

Dazu kommen vier Kleider mit einem abgewandelten Dirndl-Mieder-Schnittmuster, die drei Kleider aus Jersey nicht mitgezählt.

Ich besitze siebe kurze und zwei lange selbstgenähte Schürzen, und eine gekaufte.

Dank meines Mannes habe ich mittlerweile vier gekaufte Dirndl-Blusen, und zaaaahlreiche selbstgenähte (dazu gab es den Blogpost im Januar).

 

Ist jetzt endlich mal genug? Vielleicht. Wenn ich mir die Stoffpakete bei Laura und Ben so anschaue, hätte ich schon Lust, einfach so weiter zu machen ...

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